Am vergangenen Sonntag wurden die Zuschauer im sĂŒdöstlichsten Zipfel des Landkreis
Karlsruhes Zeuge einer spannenden und energiegeladenen Partie vor vollen RĂ€ngen. Und
dann war das Topspiel der Bezirksoberliga vorbei und unsere Herren betraten gegen die
Reserve des SV Langensteinbach den Hallenboden. Wenn man den durchschnittlichen
Gesundheits- und Fitnesszustand der Mannschaft hĂ€tte vor dem Spiel bewerten mĂŒssen,
wÀre Heidi Klum wohl ein Foto schuldig geblieben. Aber auch der Gegner zeigte ein anderes
personelles Gesicht als noch im Hinspiel. So langsam merkt man doch allen Beteiligten den
fortschreitenden Saisonverlauf an.
Nach kurzen Vietnamkrieg-Flashbacks aus der Vorvorwoche beim Stand von 7:1 zeigte der
TSV dann aber zumindest in der ersten Halbzeit eine ordentliche Leistung. Trotz aller
Handicaps und dem allgegenwÀrtigen Erzfeind H. Arz schafften es unsere Herren mit Kampf
und zeitweise sogar SpaĂ am Handball den RĂŒckstand auf ein ertrĂ€gliches MaĂ zu
reduzieren. Und das, obwohl man in der Abwehr regelmĂ€Ăig zu vergessen schien, dass die
Hausherren NUR LinkshĂ€nder auf RĂŒckraum Rechts mit dem pathologischen Drang zum
Ăberzieher aufstellten.
So eine Amnesie kann aber grundsÀtzlich auch hilfreich sein. Zum Beispiel wenn sie sich
ĂŒber die Erinnerung des Verlaufs der zweiten Halbzeit legen wĂŒrde. So aber lautet die
zusammenfassende Diagnose des behandelnden Arztes: Der Akku war leer. Zwar gab es
Phasen, in denen man das GefĂŒhl hatte, beide Patienten wĂ€ren klinisch tot. Aber im GroĂen
und Ganzen konnten die Hausherren doch noch mehr auf die Platte bringen und das Spiel
verdient gewinnen.
Nach zwei ernĂŒchternden Auftritten hat die Mannschaft nun bis zum 12.04. Zeit, die
körperlichen und gesundheitlichen Defizite aufzuarbeiten. Dann ist die SG KIT/MTV
Karlsruhe 2 zu Gast in der heimischen Adolf-KuĂmaul-Halle. Anpfiff ist um 18 Uhr. Feiert
schön Ostern mit euren Lieben und wir sehen uns dann in alter Frische. Bundesgartenciao
und viel GlĂŒck bei der Eiersuche.
FĂŒr den TSV spielten: J. Lipfert und H. Westphal im Tor; F. FĂŒrniĂ (6), A. Herlan (4/1),
S. Trommer (4), M. Reck (2), J. Brunner (2), J. Wilhelm (2), F. Rowe (1), T. Ertel (1),
J. Bogner, L. Melder und R. Seider.